Gemeinde Pöhl
Jocketa - Kurze Str. 5
08543 Pöhl

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Geschichte

 

 
Das alte Dorf Pöhl
Hier finden Sie Informationen und Bilder zum alten Dorf Pöhl.
 
Einige Ereignisse aus der jüngsten Vergangenheit lassen die Erinnerung an das alte Pöhl aufleben:
Winter 2000/2001: Niedrigwasser der Talsperre Pöhl
Nov. 2000 - Januar 2001: Aufgrund des niederschlagsarmen Jahres 2000 waren die Zuflüsse in die Talsperre aus den höher gelegenen Regionen des Vogtlandes sehr gering. Da jedoch mehr Wasser an den Unterlauf der "Trieb" und in Folge an die "Weiße Elster" abgegeben werden mußte als zufloß, betrug die minimale Wassermenge der Talsperre nur ca. 1/2 des normalen Stauraumes.
Februar 2001: Inzwischen wurde die abzugebende Wassermenge stark verringert, so daß mit der Schneeschmelze der Pegel täglich ca. einen Zentimeter steigt.

Abendstimmung im Februar 2001 -
Unterhalb des Schlosses in Richtung Helmsgrün, jetzt FKK-Strand
 
März 2001: Der Wasserspiegel steigt aufgrund der Schneeschmelze und der Regenfälle in der Region wieder an. Sollte sich der Trend fortsetzen, wird das alte Pöhl bald wieder unter der Wasseroberfläche verschwunden sein.

April 2001: In der vergangenen Zeit ist durch starke Regenfälle der Wasserspiegel weiter angestiegen. Am 3.4. konnte entgegen der Befürchtungen das Fahrgastschiff "Plauen" wieder zu Wasser gelassen werden. Eigens dafür mußte die Slipanlage verlängert werden. Am 13.4. - pünktlich zu Ostern - beginnt die diesjährige Saison der Pöhler Fahrgastschiffahrt.

Talsperre Pöhl im Dezember 2000
Blick vom Schloßpark des historischen Dorfes Pöhl zur Staumauer
 
Die Geschichte des ehemaligen Dorfes Pöhl endete mit der Errichtung der gleichnamigen Talsperre in den 60er Jahren. Die Talsperre wurde damals als Brauchwasserreservoir für die mitteldeutsche Industrie gebaut, erfüllt weiterhin bis heute ihre Funktion als Hochwasserschutz und Erholungszentrum.
Das Dorf Pöhl selbst wurde mit Errichtung der Talsperre geräumt, die Bewohner fanden in den umliegenden Gemeinden des Vogtlandes eine neue Heimat. Die Grundmauern der Häuser des Dorfes sind teilweise heute noch erhalten, jedoch meist weit unterhalb der Wasseroberfläche.
In der jüngsten Vergangenheit wurde mit der Gemeindegebietsreform in Sachsen der Name Pöhl zu neuem Leben erweckt. Die heutige Gemeinde Pöhl mit Verwaltungssitz in Jocketa besteht aus ehemals selbständigen Ortsteilen rund um den nördlichen Teil der Talsperre Pöhl.
 
Dezember 2000: Der abgesunkene Wasserspiegel läßt die Überreste des ehemaligen Dorfes Pöhl wieder erscheinen und lädt zu einem Ausflug ein.
Für ehemalige Bewohner und Gäste sowie historisch interessierte Bürger bietet sich mit dem Niedrigwasser die seltene Gelegenheit, die Überreste des oberen Teils des Dorfes Pöhl zu besichtigen. Es wird empfohlen, mit dem PKW über die Ortsverbindungsstraße von Neudörfel nach Helmsgrün auf die Schloßhalbinsel zu fahren, hier den Parkplatz zu nutzen und eine kleine Wanderung auf der aus dem Wasser erschienenen Landzunge (in Richtung Schiffsanlegestelle gesehen) zu unternehmen.
Inzwischen haben tausende Menschen die verbliebenen steinernen Zeugen des alten Pöhl besichtigt. In zahlreichen Publikationen - siehe auch Freie Presse vom 20./21.01.01 - wurde über das alte Dorf, die sichtbaren Überreste des Schlosses und der Häuser im oberen Teil des Dorfes berichtet.
Aufgrund der zahlreichen zutage getretenen Hohlräume in ehemaligen Kellern und Gruben sah sich die Talsperrenverwaltung veranlaßt, Gefahrenstellen durch gezielte Sprengungen zu beseitigen.
 
Aus der jüngeren Geschichte
Bereits 1988 war nach einem trockenen Jahr der Wasserspiegel noch weiter abgesunken. Damals konnte man am Schloßpark, dem Kirchengelände und Friedhof vorbei bis zu den Grundmauern der ehemaligen Schule gelangen.

Niedrigwasser im Jahr 1988