Gemeinde Pöhl
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Herlasgrün

 
Herlasgrün gehört zu den vielen vogtländischen Orten, die mit "grün" enden. Die Mehrzahl dieser Orte entstand nach der deutschen Landnahme Ende des 11. bis Mitte des 12. Jahrhunderts durch die ihr folgende Besiedlung. Die Siedler kamen in der Regel aus dem Maingebiet oder Thüringen. 
Noch bis Ende des 19. Jahrhunderts waren in Herlasgrün letzte Spuren der ersten Besiedlungsanlage - Ringwallanlage oder Wasserburg - zu sehen. Im Südwesten des Ortes in der Sumpfniederung des Aubachs gelegen, soll der Gesamtdurchmesser der Anlage einst 52 Meter betragen haben.

Der Ort Herlasgrün ist von der Anlageform her ein Reihendorf. Erstmals urkundlich Erwähnung findet das Dorf unter dem Namen "Herlyssgrun" 1380. Im Laufe der Zeit wandelte sich der Namen geringfügig immer wieder. Ab 1816 findet sich das Dorf in den Geschichtsbüchern z. B. unter den Namen Herlachsgrün, Herlasgrün und Herlesgrün.

Der Bau der Eisenbahnlinie Leipzig-Plauen-Hof von 1846 bis 1851 veränderte den Ort und das Leben seiner Einwohner gravierend. Bis heute gibt es noch eine zweite Eisenbahn-Verbindung im Dorf: die Teilstrecke der vogtländischen Bahn Herlasgrün - Falkenstein. Anfang des 20. Jahrhunderts siedelten sich in Herlasgrün viele Handwerker an - Schuhmacher, Hufschmied, Tischler, Schneider, Fleischer, Bäcker.  Einige Gewerke sind immer noch vertreten. Der Bahnhof wurde zur ÖPNV-Schnittstelle ausgebaut.  Neben der Bahn fährt auch der Bus Herlasgrün regelmäßig an.

Bekannt ist Herlasgrün durch das riesige Umspannwerk, über das viele vogtländische Orte mit Strom versorgt werden. 


Anfahrt Herlasgrün