Gemeinde Pöhl
Jocketa - Kurze Str. 5
08543 Pöhl

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Trieb

 
Trieb, seit 1974 ein Ortsteil von Jocketa und mit Jocketa 1994 der Gemeinde Pöhl beigetreten, wird 1441 erstmals urkundlich erwähnt. Aus der bis 1960 bestehenden Dorfflur ließ sich die Einteilung nach den Hufen - hier in Form von Radialwaldhufen - ablesen. Einem Hof schloss sich in der Regel Garten an, diesem dann Feld, Wiese und Wald.
 
Hieß Trieb 1441 noch "zur Treben", wurde es 1508 als "Tribe" bezeichnet bis letztlich 1533 Treib daraus wurde. Bis weit in das 19. Jahrhundert wurde das Leben der Trieber Einwohner maßgeblich durch die Grundherrschaft in Liebau beeinflusst. Anfang des 17. Jahrhunderts nannte die Liebauer Herrschaft sogar ganz Trieb ihr eigen. Die bürgerlichen Reformen in Sachsen führten 1830 zur Befreiung der Bauern von Abgaben und Diensten. 
 
Aus Trieb stammt der Mundartforscher Prof. Dr. Emil Gerbeth, geb. 1867. Er hatte wie alle Trieber vor 1962 die Dorfschule Steinsdorf besucht, später Realschule und Gymnasium in Plauen, ehe er in Leipzig ein Studium aufnahm. 1896 erschien von Gerbet "Die Mundart des Vogtlandes". Aus diesem Werk ging die 1908 gedruckte und bis heute gültige Grammatik der Mundart des Vogtlandes hervor. Gerbet rief 1902 die Vogtländer zur Sammlung vogtländischen Sprachgutes auf.